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Das Gesamtaufkommen der Fischerei Deutschlands in der Nordsee und der Keltischen See könnte um 50 % steigen, wenn die EU nachhaltige Fangquoten festlegt

17/12/2018

Eine Studie von Oceana kommt zu dem Schluss, dass die Fischereiflotten in zehn Jahren mindestens 200 Millionen Euro Umsatz erzielen könnten, wenn die EU-Minister den wissenschaftlichen Empfehlungen der morgigen Ratssitzung folgen

Laut einer Studie von Oceana könnte die deutsche Fischereiflotte ihr Fangvolumen in der Nordsee und der Keltischen See um mindestens 50 % steigern und auf 200,57 Millionen Euro erhöhen. Dieser Umsatz ließe sich in weniger als zehn Jahren erreichen, und die Arten, die den größten Beitrag daran hätten, wären Kabeljau, Hering und Seelachs. Um dies zu erreichen, fordert Oceana Deutschland auf, sich beim morgen stattfindenden EU-Fischereirat für die Fangquoten einzusetzen, die den wissenschaftlichen Gutachten folgen , damit die Fischbestände wiederhergestellt werden und auf dem höchsten Potenzial gefischt werden kann.

Von allen Problemen, mit denen unsere Meere konfrontiert sind, ist das der Überfischung mit am einfachsten zu lösen. Die EU -Minister haben die wissenschaftlichen Daten, die sie brauchen, und das Mandat, ihnen zu folgen: Jetzt brauchen Sie nur noch eine Entscheidung zu treffen, bei der sie an die Gesellschaft und nicht nur an die Reeder denken,” sagte Lasse Gustavsson, Executive Director von Oceana Europe.Die Forschungsergebnisse von Oceanas zeigen, dass Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen können. Jeder Businessplan, der ein potenziell zweistelliges Wachstum in weniger als einem Jahrzehnt ignoriert, wäre lächerlich. Wir hoffen, dass die Minister über ihre Amtsperiode hinaus denken und zum Wohle der Meere und der Gesellschaft entscheiden,” führte Gustavsson weiter aus.    

Die Analyse basiert auf den Zahlen der Plattform Catchy Data, einer von Oceana veröffentlichten umfassenden Umfrage zum potenziellen wirtschaftlichen Nutzen einer nachhaltigen Fischerei in der EU. Derzeit sind 4 von 10 Fischbeständen in den atlantischen Gewässern überfischt, was dazu geführt hat, dass es in diesem wichtigen Fanggebiet jetzt weniger Fische als in den vorangegangenen Jahrzehnten gibt.

Die Oceana-Studie deckt 71 % der gesamten Anlandungen der deutschen Flotte in Nordostatlantik und Nordsee ab, so dass die tatsächlichen Zuwächse sogar noch höher ausfallen könnten als die geschätzte Zunahme. Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung:

  • Das Anlandevolumen könnte von 163.000 auf 235.000 Tonnen steigen (Zunahme um 43 %).
  • Der Wert der Anlandungen könnte von 133,31 auf 200,58 Millionen Euro steigen (Zunahme um 50 %).
  • Die Zahl der Arbeitsplätze in der Fischereiwirtschaft könnte von 896 auf 1256 steigen (Zunahme um 40 %).

Ausführliche Information: Gemeinsame NRO-Empfehlungen zu Fangquoten für 2019 (auf English) 

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